Wie lange bleiben Marder auf dem Dachboden?

Wie lange bleiben Marder auf dem Dachboden?

Wie lange bleiben Marder auf dem Dachboden?

Marder sind nachtaktive Tiere, die häufig auf Dachböden Unterschlupf suchen. Die Frage, wie lange sie dort bleiben, ist nicht leicht zu beantworten, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt. Grundsätzlich versteckt sich ein Marder auf dem Dachboden, weil er dort einen sicheren und ruhigen Schlafplatz findet. Besonders während der Wintermonate werden Dachböden bevorzugt, da sie im Vergleich zur Außenwelt wärmer sind und Schutz vor natürlichen Feinden bieten.

Marder sind territoriale Tiere, die dazu neigen, einen Bereich zu markieren und regelmäßig zurückzukehren. Dies bedeutet, dass ein Marder, der einmal auf einem Dachboden Einzug gehalten hat, dort für eine längere Zeit bleiben kann. Ihre Aufenthaltsdauer kann sich über mehrere Monate erstrecken, besonders wenn der Zugang zu Nahrung und Wasser gesichert ist und sie sich sicher fühlen. Der Dachboden dient dabei nicht nur als Schlafplatz, sondern kann auch als Vorratslager für gesammelte Nahrung genutzt werden.

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Aufenthaltsdauer auf dem Dachboden ist die Fortpflanzung und die Aufzucht der Jungen. Die Paarungszeit der Marder liegt zwischen Juni und August. Nach einer Tragzeit von etwa neun Monaten kommen die Jungen im Frühjahr, meistens im März oder April, zur Welt. Eine Marderfamilie zieht ihre Jungen in der Regel drei bis vier Monate auf, bevor diese selbständig werden. Während dieser Zeit suchen die Muttertiere einen sicheren und geschützten Ort, was den Dachboden besonders attraktiv macht.

Wärme und Witterungseinflüsse

Die Aufenthaltsdauer eines Marders auf dem Dachboden kann auch durch die Jahreszeiten und die damit verbundenen Witterungsbedingungen beeinflusst werden. In der kalten Jahreszeit ist der Dachboden ein bevorzugter Rückzugsort für Marder, da er Schutz vor Kälte bietet. Im Sommer hingegen könnten sie den Dachboden seltener aufsuchen, da die Temperatur für sie unangenehm hoch sein könnte und sie andere kühle Verstecke bevorzugen.

  • Geringere menschliche Aktivität: Ein weiterer Grund, warum Marder auf Dachböden bleiben, ist die vergleichsweise geringe menschliche Aktivität in diesen Bereichen. Dachböden werden in der Regel selten betreten, sodass die Tiere sich ungestört fühlen können.
  • Zugang zu Nahrung: Wenn der Marder auf dem Dachboden auch Zugang zu Futterquellen hat, sei es durch den Garten oder die Küche, kann dies seine Aufenthaltsdauer erheblich verlängern. Marder sind geschickt und können leicht Zugang zu Mülltonnen, Vorratskammern oder Haustierfutter finden.
  • Schutz vor Feinden: Der Dachboden bietet Schutz vor natürlichen Feinden wie größeren Raubtieren oder Hunden. Dieser Sicherheitsfaktor ist für den Marder von entscheidender Bedeutung.

Marderabwehr und Präventionsmaßnahmen

Um zu verhindern, dass Marder sich auf dem Dachboden einnisten, gibt es verschiedene Präventions- und Abwehrmaßnahmen. Eine Möglichkeit ist das Abdichten von potenziellen Zugangspunkten. Da Marder ausgezeichnete Kletterer sind, sollten Schächte, Lüftungsöffnungen und Ritzen sorgfältig verschlossen werden. Dichtungen aus Metall oder Drahtgitter sind am effektivsten, da sie von den kräftigen Zähnen der Marder nicht durchgebissen werden können.

Zusätzlich können Duftstoffe verwendet werden, um die Tiere zu vertreiben. Marder haben einen empfindlichen Geruchssinn und reagieren negativ auf bestimmte Gerüche. Produkte wie Marderabwehrsprays oder Haushaltsmittel wie Essig, Mottenkugeln oder Hundehaare können eingesetzt werden, um die Tiere fernzuhalten.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die Aufenthaltsdauer eines Marders auf dem Dachboden von zahlreichen Faktoren abhängt. Sicherheit, Zugang zu Nahrung, Fortpflanzung und Witterungsbedingungen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Um einen langfristigen Aufenthalt zu verhindern, sollten präventive Maßnahmen ergriffen werden, die den Mardern den Zugang erschweren und ihren Aufenthaltsort unattraktiv machen.